top of page

Selbstverteidigung, WT, Kampfkunst, Nahkampf, Kampfsport,  Gewaltprävention

Was ist das eigentlich alles? Worin unterscheidet es sich? Und was kannst du bei uns lernen? 

Eine kurze Erklärung

WT (Wing Tsjun, auch Wing Tsun oder Wing Chun geschrieben) ist ein Nahkampf-System, welches seinen Ursprung vor ca. 350 Jahren über mehrere chinesische Bürgerkriege fand. 

Es diente der oft unbewaffneten Bevölkerung dazu, sich gegen die oft überlegenen und bewaffneten Angreifer zu verteidigen. 

Eigentlich sagt man, da bei WT die Kunst des Kämpfens im Vordergrund steht, dass es eine Kampfkunst ist, da wir aber auch im Unterricht sportlich tätig werden, kann es aber auch als Kampfsport bezeichnet werden. 

Als Nahkampf-System dient es hervorragend zur realistischen Selbstverteidigung. 

An die deutschen Gesetze angepasst, unterrichten wir es an Normalbürger nur in einer entschärften Form. Heutzutage ist es verboten seine Gegner zu töten, deshalb unterrichten wir nur, wie man sie kampfunfähig (unter Wahrung der Verhältnismäßigkeit) macht. 

Aus diesem Grund eignet sich WT auch nicht als klassischer Kampfsport. Denn im Gegensatz zu den klassischen Kampfsportarten wie Boxen, Kickboxen, MMA, BJJ oder Taekwondo, gibt es im WT nur eine einzige Regel. Und diese lautet: Überlebe und komm sicher nach Hause! 

Klassische Kampfsportarten wurden geschaffen um sich zu messen. Jeder Stil hat sein eigenes Regelwerk, in dem genau aufgeführt ist, was alles erlaubt und was verboten ist. 

Jeder Kampf, ob Turnier, Meisterschaft oder Wettkampf, findet an einem vorher festgelegten Ort zu einer bestimmten Uhrzeit statt. In den meisten Fällen ist der Gegner vorher schon bekannt. 

Die Kämpfe finden unter den strengen Blicken von Schiedsrichtern/ Ringrichtern statt, die bei Regelverstößen ermahnen oder disqualifizieren oder den Kampf bei Verletzungen abbrechen. 

Der Kampf findet in einem Ring, Käfig oder auf einem Mattenfeld statt, auf oder in dem sich nur die beiden Kontrahenten und der Schiedsrichter befinden. 

Je nach Stil wird eine festgelegte Schutzausrüstung getragen (Boxhandschuhe, Mundschutz, Helm, etc.). 

Und jeder Kampf wird über eine bestimmte Zeit mit Pausen ausgefochten. 

Aus diesen Gründen eignen sich die meisten klassischen Kampfsportarten nicht für eine realistische Selbstverteidigung. 

Ein Kampf auf der Straße (oder Bar, Disco, etc.) hat keine Regeln. 

Oft ist es auch kein klassischer Zweikampf mehr. Meist sind es mehrere Angreifer, die sich ein Opfer ausgesucht haben. Es steht auch keine Zeit und kein Ort fest. Und es gibt leider auch keinen Schiedsrichter, der eingreifen kann. 

Im Gegensatz zum Kampfsport werden beim Kampf auf der Straße auch vermehrt Waffen wie Messer, Schlagstöcke, Flaschen, Gürtel, Steine u.ä. eingesetzt. 

Dazu kommt, dass der Kampf nicht mehr beendet ist, wenn das Opfer am Boden liegt. In den letzten Jahren hat sich ein regelrechter Trend entwickelt, in dem noch auf das am Boden liegende Opfer eingetreten wird. 

Warum ist ausgerechnet WT das beste Mittel zur Selbstverteidigung? 

Das liegt an deiner langen Entwicklung und Historie. Im Gegensatz zu den meisten Kampfkünsten, in denen die Lehren des Gründers weitergelehrt werden, entwickelt sich WT ständig und passt sich den Gegebenheiten an. Es ist ein lebendiges System und keine traditionelle Kampfkunst. 

WT befasst sich mit allen 5 Kampfdistanzen, was kaum ein anderes System macht. Im WT kommt es auch nicht auf Kraft oder Kondition an, sondern auf die Prinzipien und Ideen, die es jedem Anwender möglich machen, sich gegen einen oder mehrere, auch körperlich Überlegene Angreifer erfolgreich zur Wehr zu setzen. 

Da die Gesellschaft in den letzten Jahren aber immer mehr Wert auf Gesundheit und Sport legt, gibt es in unseren Unterrichten natürlich auch Anteilen, in denen wir an Kraft und Ausdauer arbeiten. 

Es ist aber keine Voraussetzung um WT zu lernen.  

bottom of page